IP-Kameras im echten Härtetest
Hikvision & Dahua im echten Dauereinsatz
Professionelle IP-Kameras im Dauereinsatz für Tierbeobachtung, Aufzeichnung und Livestreaming
Wer bei Überwachungskameras an Hauseingänge, Parkplätze oder Firmengelände denkt, liegt natürlich richtig. Genau dafür wurden viele dieser Kameras entwickelt.
Wir vom Frankenwälder Vogelhaus machen damit allerdings etwas völlig anderes.
Unsere Kameras beobachten rund um die Uhr das Leben an unseren Futterstellen im Frankenwald. Buntspechte, Kleiber, Eichelhäher und Eichhörnchen gehören ebenso zu unseren täglichen Besuchern wie nachts Füchse und gelegentlich unsere Katze Tigerchen.
Aus dem Material entstehen Videos und Shorts für unseren YouTube-Kanal. Gleichzeitig betreiben wir teilweise stundenlange Livestreams. Die Kameras müssen deshalb bei uns Aufgaben erfüllen, für die klassische IP-Überwachungskameras eigentlich gar nicht entwickelt wurden.
IP-Kameras kennt man vor allem aus der klassischen Videoüberwachung. Wir setzen sie für etwas völlig anderes ein: zur Tierbeobachtung, für Videoaufnahmen und als Grundlage unserer 24/7-Livestreams im Frankenwald.
Auf unserem Grundstück arbeiten inzwischen sieben Kameras. Sie beobachten Futterstellen und Laufwege unserer wilden Gäste und liefern das Material für Livestreams, Videos und Shorts. Damit laufen die Kameras bei uns nicht nur gelegentlich – sie müssen sich Tag für Tag und bei unterschiedlichsten Licht- und Wetterbedingungen bewähren.
Über längere Zeit haben wir Kameras von Hikvision und Dahua im praktischen Einsatz getestet, verschiedene Modelle ausprobiert, Firmware-Updates erlebt und viel Zeit mit RTSP, RTMP, OBS, NAS-Aufzeichnung und Netzwerktechnik verbracht.
Warum es dazu gekommen ist, was Hikvision richtig gut gemacht hat, wo wir an Grenzen gestoßen sind und warum auch bei Dahua längst nicht alles problemlos lief, beschreiben wir hier aus unserer eigenen Praxis.
Das ist kein Labortest und kein Vergleich nach Datenblatt. Es ist unsere Erfahrung aus vielen Monaten echtem Dauereinsatz.
Was wir von einer Kamera verlangen
Unser Anforderungsprofil ist ungewöhnlich hoch.
Eine Kamera muss bei uns möglichst gleichzeitig:
-
ein hochwertiges Bild für Tieraufnahmen liefern,
-
starke Kontraste zwischen Wald, Himmel und Futterplatz bewältigen,
-
schnelle Bewegungen sauber darstellen,
-
bei schwierigen Lichtverhältnissen funktionieren,
-
möglichst lange ein gutes Farbbild liefern,
-
direkt oder über OBS livestreamen können,
-
RTSP und möglichst RTMP beherrschen,
- auch im dauerhaften Netzwerk- und Streamingbetrieb stabil laufen,
-
parallel auf unserem Synology-NAS aufzeichnen,
-
sich aus der Ferne vernünftig konfigurieren lassen,
-
und im Idealfall Material erzeugen, das wir ohne umständliche Konvertierung direkt weiterverarbeiten können.
Dazu kommt eine weitere Besonderheit: Unsere Kameras sind keine Schönwetterkameras.
Sie hängen dauerhaft draußen im Frankenwald. Regen, Schnee, Nebel, Frost und schnelle Wetterwechsel gehören dazu.
Wir benötigen deshalb keine Kamera, die bei optimalen Bedingungen für fünf Minuten ein beeindruckendes Bild produziert.
Wir brauchen Kameras, die jeden Tag einfach funktionieren.
Hikvision DS-2CD2687G3HT-LIZS
Eine unserer wichtigsten Erfahrungen haben wir mit der Hikvision DS-2CD2687G3HT-LIZS, einer 8-Megapixel-ColorVu-Kamera, gesammelt.
Verarbeitung: Hier gibt es wenig zu kritisieren
Bereits beim Auspacken fällt auf, dass Hikvision bei der Hardware nicht gespart hat.
Das Gehäuse ist massiv, die gesamte Konstruktion wirkt hochwertig und für einen langfristigen Außeneinsatz gebaut. Genau diesen Eindruck hat die Kamera auch im täglichen Betrieb bestätigt.
Wer Kameras dauerhaft im Außenbereich montiert, weiß eine solche Konstruktion zu schätzen.
Für uns ist die mechanische Qualität der Hikvision deshalb eindeutig eine ihrer großen Stärken.
Bildqualität
Auch bei der Bildqualität zeigt die Hikvision, warum Kameras dieser Klasse deutlich über einfachen Consumer-WLAN-Kameras angesiedelt sind.
Besonders interessant ist für uns ColorVu. Unser Ziel ist es, möglichst lange ein brauchbares Farbbild zu erhalten, weil ein Fuchs, ein Buntspecht oder ein Eichelhäher in Farbe schlicht deutlich interessanter aussieht als in einem klassischen Schwarz-Weiß-Nachtbild.
Bei Tierbeobachtung kommt allerdings noch etwas hinzu: Ein technisch scharfes Standbild reicht nicht.
Federn, Fell und schnelle Bewegungen sind gnadenlos. Eine Kamera kann auf einem Parkplatz hervorragend aussehen und bei einem Vogel, der nur wenige Sekunden am Futterplatz sitzt, plötzlich ihre Grenzen zeigen.
Genau deshalb beurteilen wir die Kameras ausschließlich anhand unseres tatsächlichen Materials.
Ein Firmware-Update macht aus einer Überwachungskamera plötzlich eine Streamingkamera
Für unseren Einsatz war eine Entwicklung bei Hikvision besonders interessant.
Nach einem Firmware-Update unterstützt unsere Kamera direktes RTMP-Streaming.
Das klingt zunächst nach einem kleinen Punkt in einer Funktionsliste. Für unseren Workflow ist es jedoch eine ausgesprochen wichtige Funktion.
Normalerweise läuft ein IP-Kamerastream beispielsweise per RTSP zunächst in OBS oder eine andere Software und wird von dort an YouTube weitergegeben.
Jede zusätzliche Station bedeutet aber:
Direktes RTMP erweitert die Möglichkeiten einer solchen Kamera erheblich.
Die Kamera kann damit ohne zusätzliche Streamingsoftware direkt an eine Plattform senden. Für einfache Dauerstreams oder zusätzliche Kameraperspektiven kann das eine ausgesprochen interessante Lösung sein.
Unsere eigene Erfahrung hat allerdings auch gezeigt, dass weniger Stationen nicht automatisch die bessere Lösung bedeuten.
Unser Hauptstream läuft heute bewusst über OBS auf einem Mac mini.
Dort können wir Bild und Ton kontrollieren, weitere Quellen integrieren und wesentlich flexibler auf Veränderungen reagieren. Ein stabiler RTSP-Stream der Kamera ist für diesen Einsatz deshalb mindestens genauso wichtig wie direktes RTMP.
Direktes RTMP betrachten wir heute nicht mehr als Ersatz für OBS, sondern als zusätzliche Möglichkeit.
Und genau diese Wahlfreiheit schätzen wir an professionellen IP-Kameras.
RTMP und RTSP parallel – für uns fast ideal
Besonders spannend ist die Möglichkeit, den direkten Stream mit unserer bisherigen Infrastruktur zu kombinieren.
RTMP kann für den direkten Livestream genutzt werden, während RTSP weiterhin für andere Anwendungen zur Verfügung steht.
Damit entsteht beispielsweise die Möglichkeit:
Direkter Kamerastream zu YouTube + parallele Nutzung des Bildes in OBS + NAS-Aufzeichnung.
OBS bleibt dadurch interessant, wenn wir Musik, Einblendungen oder besondere Streams produzieren möchten.
RTMP und RTSP parallel geben uns dabei unterschiedliche Möglichkeiten. Direktes RTMP eignet sich beispielsweise für zusätzliche oder einfache Dauerstreams, während wir RTSP für die Einbindung in OBS und andere Anwendungen nutzen können.
Unser Hauptstream läuft heute bewusst über OBS auf dem Mac mini. Die zusätzliche Kontrolle über Bild, Ton und weitere Quellen hat sich für unseren täglichen Betrieb bewährt.
Gerade deshalb schätzen wir Kameras, die uns beide Wege offenlassen.
Die Synology-Aufzeichnung – technisch gut, für unseren Workflow zu kleinteilig
Bei aller Begeisterung gibt es allerdings einen Punkt, den wir bis heute nicht nachvollziehen können.
Unsere Hikvision zeichnet parallel auf einem Synology-NAS auf.
Technisch funktioniert das.
Das Problem ist die Segmentierung.
Die Daueraufnahme wird bei uns in ungefähr 256-MB beziehungsweise rund fünf Minuten langen MP4-Dateien abgelegt.
Für klassische Videoüberwachung mag das akzeptabel sein.
Für einen Content-Creator ist es ausgesprochen unpraktisch.
Wenn wir aus mehreren Stunden Tierbeobachtung eine interessante Szene heraussuchen möchten, landen wir bei einer Vielzahl winziger Dateien.
Eine einstellbare Segmentlänge von beispielsweise 20, 30 oder 60 Minuten würde unseren Workflow erheblich vereinfachen.
Wir haben in der aktuellen Oberfläche keine entsprechende Einstellmöglichkeit gefunden.
Und genau hier zeigt sich ein grundsätzliches Problem vieler professioneller Überwachungskameras:
Die Hardware könnte wesentlich mehr Zielgruppen ansprechen, wenn die Software etwas flexibler wäre.
Eine frei wählbare Aufzeichnungssegmentierung wäre technisch betrachtet keine spektakuläre Funktion. Für unseren Einsatz würde sie aber einen erheblichen Unterschied machen.
Für die klassische Überwachungsaufgabe ist das kein grundsätzliches Problem. Für unseren ungewöhnlichen Einsatz als Natur- und Content-Kamera wurde es im täglichen Betrieb jedoch zu einem echten Workflow-Nachteil.
Warum heute keine Hikvision mehr im aktiven System läuft
Die Hikvision hat uns in wichtigen Punkten überzeugt. Verarbeitung und Bildqualität gehören nach unseren Erfahrungen klar zu ihren Stärken, und die nachträglich integrierte RTMP-Funktion war für unseren Einsatz ein großer Schritt nach vorn.
Trotzdem hat sich unser Kamerasystem im Laufe der Zeit weiterentwickelt. Für unseren speziellen Workflow aus Tierbeobachtung, 24/7-Livestreaming, Aufzeichnung und anschließender Content-Produktion waren andere Lösungen für uns letztlich flexibler.
Heute besteht unser aktives System aus sieben Dahua-Kameras. Das bedeutet nicht, dass Hikvision die schlechteren Kameras baut – sondern dass Dahua für unseren ganz speziellen Einsatzzweck derzeit besser in den gesamten Workflow passt.
Dahua: teilweise das bessere Bild – aber der Weg dorthin kann lang werden
In unserem aktuellen System setzen wir verschiedene Kameras von Dahua ein.
Und hier wird unser Erfahrungsbericht besonders interessant.
Denn bei einigen unserer Dahua-Kameras hatten wir sehr schnell einen Eindruck:
Dieses Bild gefällt uns ausgesprochen gut.
Gerade bei Details, natürlicher Bildwirkung und unserem speziellen Motiv – Tiere in einer natürlichen Umgebung – konnten uns verschiedene Dahua-Modelle überzeugen.
Dazu gehören bei uns unter anderem Modelle aus der 8-Megapixel-Klasse mit motorisiertem Zoom.
Ein motorisiertes Objektiv ist für unseren Einsatz wesentlich nützlicher, als wir anfangs gedacht hatten.
Unsere Motive laufen schließlich nicht zum Kameramann und fragen, wo sie sich bitte hinstellen sollen.
Wir richten die Kamera auf einen bestimmten Bereich aus und können anschließend den Bildausschnitt wesentlich genauer anpassen, ohne jedes Mal wieder auf die Leiter steigen zu müssen.
Die neuen Dahuas: „Auspacken, anschließen, fertig“ war es definitiv nicht
Unsere jüngsten Dahua-Kameras verdienen in diesem Test ein eigenes Kapitel.
Denn wenn jemand glaubt, man kauft eine professionelle IP-Kamera, steckt das Netzwerkkabel hinein, trägt die YouTube-Daten ein und fünf Minuten später läuft der perfekte Livestream, können wir ihn beruhigen:
Bei uns war es nicht so.
Ganz und gar nicht.
Bis die Kameras genau das machten, was wir von ihnen verlangten, haben wir uns durch Netzwerkeinstellungen, Browseroberflächen, Streamparameter, Codecs, RTSP, RTMP, OBS, Aufzeichnungsformate und verschiedene Softwarelösungen gearbeitet.
Zwischendurch gab es durchaus Momente, in denen wir uns gefragt haben, warum etwas, das technisch möglich sein müsste, nicht einfach funktioniert.
Und gerade deshalb möchten wir diese Erfahrung nicht aus unserem Test herauslassen.
Denn ein Produkt besteht nicht nur aus Sensor, Objektiv und Megapixelzahl.
Bedienbarkeit gehört für uns zur Produktqualität.
👉 Ausführlicher Test: Dahua IPC-HFW5859ZP im Härtetest – unsere Erfahrungen im Dauereinsatz
Browseroberfläche, Software und die berühmten kleinen Stolperfallen
Professionelle Überwachungstechnik hat häufig ein Problem: Sie ist für Installateure entwickelt worden, die jeden Tag mit diesen Systemen arbeiten.
Für einen normalen technisch interessierten Anwender wirken manche Einstellungen dagegen unnötig kompliziert.
Dahua ist dafür ein gutes Beispiel.
Ist eine Kamera erst einmal korrekt eingerichtet, kann sie hervorragend funktionieren.
Bis dahin sollte man allerdings bereit sein, sich mit Begriffen wie Main Stream, Sub Stream, Codec, Bitrate, GOP, RTSP und verschiedenen Aufzeichnungsformaten auseinanderzusetzen.
Hinzu kommen Unterschiede zwischen Browseroberfläche und zusätzlicher Software.
Auch SmartPSS gehörte bei uns zeitweise zum Werkzeugkasten.
Und dann gibt es noch ein Thema, das bei einem klassischen Überwachungssystem vermutlich kaum jemanden interessiert, für Content-Produzenten aber sehr wohl:
Dateiformate.
.DAV – für Videoüberwachung okay, für Creator eher nicht
Dahua verwendet in verschiedenen Konstellationen das eigene DAV-Format.
Aus Sicht eines Videoüberwachungssystems ist das nachvollziehbar.
Aus Sicht eines Content-Creators lautet unsere Reaktion eher:
Warum?
Wir möchten eine interessante Szene finden, die Datei öffnen, schneiden und verwenden.
MP4 ist dafür nahezu universell.
Ein proprietäres Format bedeutet dagegen unter Umständen einen zusätzlichen Export- oder Konvertierungsschritt.
Bei einer einzelnen Aufnahme ist das kein Drama.
Bei täglich anfallendem Material wird aus einem kleinen zusätzlichen Arbeitsschritt irgendwann ein echter Workflow-Nachteil.
Auch hier wünschen wir uns deshalb von Herstellern professioneller IP-Kameras mehr Aufmerksamkeit für Anwender außerhalb der klassischen Sicherheitsbranche.
Und dann kam OBS
OBS hat uns in den vergangenen Monaten einiges abverlangt – heute ist es trotzdem ein fester Bestandteil unseres Systems.
Gerade beim Livestreaming haben wir gelernt, dass nicht allein die Kamera über einen stabilen Stream entscheidet. RTSP-Verbindung, Netzwerkpuffer, Decoder, Encoder, Betriebssystem und Streamingsoftware müssen als Gesamtsystem funktionieren.
Nach vielen Tests haben wir unseren Hauptstream inzwischen bewusst auf einen Mac mini verlagert. OBS übernimmt dort weiterhin die zentrale Aufgabe. Weitere Kameras können parallel mit anderer Streamingsoftware eingebunden werden.
Besonders wichtig war für uns die Erfahrung, dass vermeintlich kleine Einstellungen einen enormen Unterschied machen können. Bei einem unserer Dahua-Streams gehörte beispielsweise die konsequente Nutzung von RTSP über TCP zu den entscheidenden Schritten auf dem Weg zu einem stabilen Betrieb.
Genau deshalb sehen wir OBS heute anders als zu Beginn unseres Tests: nicht als Schwäche der Kamera, sondern als leistungsfähiges Werkzeug, mit dem sich professionelle IP-Kameras sehr flexibel in einen Creator- und Livestreaming-Workflow integrieren lassen.
Unser Wunsch an die Kamerahersteller bleibt trotzdem bestehen: Je mehr Streamingfunktionen eine Kamera selbst zuverlässig übernehmen kann, desto einfacher und ausfallsicherer wird das Gesamtsystem.
Unsere wichtigste Erkenntnis: Eine gute Überwachungskamera ist nicht automatisch eine gute Creator-Kamera
Nach unserem bisherigen Dauereinsatz ist das vermutlich die wichtigste Erkenntnis dieses Tests.
Hikvision und Dahua bauen hervorragende Kamerahardware.
Aber unsere Anforderungen unterscheiden sich deutlich von denen eines klassischen Überwachungssystems.
Wir brauchen:
hervorragendes Bild + zuverlässiges Netzwerk + offene Streamingmöglichkeiten + flexible Aufzeichnung + einfache Weiterverarbeitung.
Und genau bei den letzten drei Punkten trennt sich für uns häufig die Spreu vom Weizen.
Eine Kamera kann ein sensationelles Bild produzieren. Wenn wir anschließend eine Stunde benötigen, um an die richtige Videodatei zu kommen, ist sie für unseren Workflow trotzdem nicht perfekt.
Umgekehrt hilft uns die komfortabelste Software wenig, wenn das Gefieder eines Vogels oder das Fell eines Fuchses im Bild nur noch aus matschigen Kompressionsartefakten besteht.
Unsere wichtigste Erkenntnis: Eine gute Überwachungskamera ist nicht automatisch eine gute Creator-Kamera.
Hikvision oder Dahua?
Eine pauschale Antwort möchten wir nach unseren Erfahrungen bewusst nicht geben.
Dafür sind die Stärken unterschiedlich.
Hikvision hat uns insbesondere mit der massiven Verarbeitung, der Zuverlässigkeit der Hardware und inzwischen auch mit der direkten RTMP-Möglichkeit überzeugt.
Die extrem kurzen Segmente unserer NAS-Daueraufnahme sind für unseren Creator-Workflow dagegen ein deutlicher Kritikpunkt.
Dahua hat uns bei verschiedenen Kameras mit einer für unsere Motive teilweise ausgesprochen attraktiven Bildqualität überzeugt. Motorzoom und die umfangreichen Einstellmöglichkeiten sind ebenfalls starke Argumente.
Auf der anderen Seite haben wir bei Einrichtung, Software und Dateiverarbeitung mehr Zeit investiert, als uns lieb war.
Bei den neuesten Kameras war der Weg zum stabilen Betrieb teilweise erheblich länger, als man bei professioneller Hardware dieser Preisklasse erwarten würde.
Das Interessante daran:
Nachdem sie endlich richtig eingerichtet waren, wollten wir sie nicht mehr missen.
Was wir uns von Hikvision und Dahua wünschen würden
Nach unserem bisherigen Dauereinsatz ist unsere Wunschliste eigentlich erstaunlich überschaubar.
Gebt Anwendern mehr Kontrolle über die Aufzeichnung. Einstellbare Segmentlängen und universelle Formate wie MP4 würden die Weiterverarbeitung erheblich vereinfachen.
Baut die Streamingfunktionen weiter aus. RTSP ist wichtig, direktes RTMP oder vergleichbare moderne Streamingmöglichkeiten machen professionelle IP-Kameras aber auch für völlig neue Einsatzgebiete interessant.
Lasst Streaming und Aufzeichnung zuverlässig parallel arbeiten. Eine Kamera sollte gleichzeitig streamen und lokal beziehungsweise auf einem NAS aufzeichnen können, ohne dass daraus unnötige Einschränkungen entstehen.
Macht die Benutzeroberflächen verständlicher. Wir haben erlebt, welchen Unterschied einzelne Einstellungen bei Codec, Netzwerk, RTSP oder Streamprofil machen können. Solche Funktionen sollten nicht nur für professionelle Errichter verständlich sein.
Und vielleicht am wichtigsten:
Denkt bei professionellen IP-Kameras nicht ausschließlich an Videoüberwachung.
Die Hardware ist längst gut genug für weit mehr. Wildtierbeobachtung, Livestreaming, Tierstationen, Zoos, Landwirtschaft, Naturprojekte und Content-Produktion sind spannende zusätzliche Einsatzgebiete.
Unser eigenes Projekt mit sieben Kameras im dauerhaften Außeneinsatz zeigt ziemlich deutlich, welches Potenzial in dieser Technik steckt.
Unser vorläufiges Fazit
Wir haben im Frankenwälder Vogelhaus inzwischen gelernt, dass man eine professionelle IP-Kamera nicht anhand ihrer Megapixelzahl beurteilen sollte.
Sensor, Objektiv und Gehäuse sind nur ein Teil des Gesamtpakets.
Für uns entscheidet der Alltag.
Wie sieht ein Buntspecht aus, wenn er plötzlich ins Bild fliegt?
Wie sauber wird das Fell eines Fuchses in der Dämmerung dargestellt?
Wie lange bleibt ein brauchbares Farbbild erhalten?
Was passiert nach vielen Stunden im durchgehenden Livestream?
Läuft die NAS-Aufzeichnung parallel?
Kann die Kamera direkt streamen?
Und wie viel Arbeit haben wir anschließend mit dem aufgenommenen Material?
Genau nach diesen Kriterien testen wir unsere Kameras.
Nicht im Labor.
Nicht für fünf Minuten.
Sondern dort, wo sie tatsächlich eingesetzt werden:
draußen im Frankenwald – jeden Tag und jede Nacht.
Dieser Bericht wird deshalb ebenfalls weiterleben.
Denn wenn wir selbst aus unseren bisherigen Käufen eines gelernt haben, dann dies:
Neue Firmware, neue Kameras und neue Erfahrungen werden wir ergänzen. Und wenn eine Kamera nach Monaten Dauerbetrieb Schwächen zeigt, gehört das genauso in unseren Test wie eine Funktion, die uns positiv überrascht.
Deshalb ist dieser Praxistest kein endgültiges Urteil, sondern ein fortlaufendes Protokoll unserer Erfahrungen im echten Dauerbetrieb.
Und wenn wir aus unseren bisherigen Käufen eines gelernt haben, dann dies:
Dieser Bericht wird deshalb ebenfalls weiterleben.
Denn wenn wir selbst aus unseren bisherigen Käufen eines gelernt haben, dann dies:
Neue Firmware, neue Kameras und neue Erfahrungen werden wir ergänzen. Und wenn eine Kamera nach Monaten im Dauerbetrieb Schwächen zeigt, gehört das genauso in unseren Test wie eine Funktion, die uns positiv überrascht.
Deshalb ist dieser Praxistest kein endgültiges Urteil, sondern ein fortlaufendes Protokoll unserer Erfahrungen im echten Dauerbetrieb.
Und wenn wir aus unseren bisherigen Käufen eines gelernt haben, dann dies:
Das Datenblatt erzählt nur die halbe Geschichte.
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